Kategorie: Konzerte

  • Jazz-Herbst

    Jazz-Herbst

    Seit dem Jazz Festival Osnabrück ist ja eine Weile vergangen. Wir von Jazz49, der Jazz Initiative Osnabrück e.V., waren aber in der Zwischenzeit keineswegs untätig: Regelmäßig hat sich das Organisationsteam getroffen, um unsere erste Konzertsaison vorzubereiten. Dabei haben wir uns selbst die Arbeit schwer gemacht – das Festival im Frühjahr hat die Messlatte, was das künstlerische Niveau angeht, hochgelegt. Unser erklärtes Ziel war es, das keinesfalls zu unterlaufen – und wir sind überzeugt: Das ist uns mit den drei Konzerten für den Herbst und Winter 2026 gelungen.

    Pablo Held kommt am 10. September mit seinem Trio ins Blue Note, also mit Robert Landfermann, Bass, und Jonas Burgwinkel, Schlagzeug.

    Pablo Held Trio feiert 20. Geburtstag

    Zum Start in die Konzertsaison 2026/27 haben wir einen Musiker eingeladen, der schon viel zu lange nicht mehr in Osnabrück gastiert hat: Pablo Held. Er kommt am 10. September mit seinem Trio ins Blue Note, also mit Robert Landfermann, Bass, und Jonas Burgwinkel, Schlagzeug. Darüber sind wir sehr glücklich, zumal das Pablo Held Trio in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Und wie die drei es ja gerne tun, haben sie in Osnabrück einen spannenden Gast dabei: Emilio Modeste. Der Saxofonist aus New York spielt derzeit in der Band von Stanley Clarke und ist ohne Zweifel eine der vielversprechendsten jungen Stimmen des Jazz. Umso neugieriger sind wir auf die Kooperation des Sopran- und Tenorsaxofinisten mit dem Pablo Held Trio.

    Am Mittwoch, 25. November, kehrt Anne Mette Iversen zurück ins Blue Note in erweiterter Besetzung: Ternion Q Expanded hat sie das Projekt genannt, und dafür hat sie die Stammbesetzung aus Silke Eberhard, Saxofon, Geoffroy De Masure, Posaune, Roland Schneider an den Drums und Anne Mette selbst am Bass um drei Bläser erweitert.

    Anne Mette Iversen und ihr Ternion Q Expanded

    Auch Anne Mette Iversen hat sich schon länger nicht mehr als Musikerin und Bandleaderin im Blue Note sehen und hören lassen: Vor mittlerweile vier Jahren, hat sie sich dort mit ihrem Ternion Quartet vorgestellt. Damals feierte die dänische Kontrabassistin und Komponistin ihren Einstand als Leiterin der Jazzabteilung des IfM, des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück, eine Funktion, die sie bis heute innehat. Am Mittwoch, 25. November, kehrt sie zurück ins Blue Note, und zwar in erweiterter Besetzung: Ternion Q Expanded hat sie das Projekt genannt, und dafür hat sie die Stammbesetzung aus Silke Eberhard, Saxofon, Geoffroy De Masure, Posaune, Roland Schneider an den Drums und Anne Mette selbst am Bass um drei Bläser erweitert. Einer davon ist Percy Pursglove, seines Zeichens Trompeter bei der NDR Bigband. der auch Teil des Line Up beim Album „Marbles“ aus dem Jahr 2025 ist, für das Anne Mette Iverson begeisterte Kritiken bekommen hat.

    Kleiner Höreindruck: Anne Mette Iversens Ternion Q Expanded mit "Square Root of a Dream" aus ihre aktuellen Album "Marbles".

    Mit diesem Konzert ist außerdem eine Premiere verbunden: Regelmäßig wollen wir von Jazz49 dem Nachwuchs ein Forum bieten. Und da Anne Mette ja an der Zentrale für jungen Jazz in Osnabrück sitzt, wird sie eine Band aus Studierenden des IfM mitbringen.

    Die niederländischen Saxofonistin Tineke Postma beschert uns am Donnerstag, 17. Dezember, ein Wiederhören mit Bassist Robert Landfermann, der seit Jahren in Tinekes Band spielt, genauso wie der tschechische Gitarrist David Dorůžka sowie der holländische Drummer Tristan Renfrow. 

    Tineke Postma feat. Theo Bleckmann

    In die Weihnachtsferien verabschieden wir von Jazz49 uns schließlich mit der niederländischen Saxofonistin Tineke Postma. Sie beschert Euch und uns am Donnerstag, 17. Dezember, ein Wiederhören mit Bassist Robert Landfermann, der seit Jahren in Tinekes Band spielt, genauso wie der tschechische Gitarrist David Dorůžka sowie der holländische Drummer Tristan Renfrow. Für ihr aktuelles Album „Voya“ hat sie ihr Klangspektrum aber erweitert, und zwar um den New Yorker Sänger Theo Bleckmann, der Jazz, zeitgenössische Musik und Experiment verbindet. Wenn das kein Grund zur Vorfreude ist!

    Stefan Gerdes, Shabnam Parvaresh und Ralf Döring beim Talk „Jazz zur Sprache gebracht“. Foto: Angela von Brill

    Jazz zur Sprache gebracht

    Nun ist aufmerksamen Leserinnen und Lesern vielleicht die relativ große Lücke zwischen dem Pablo Held Trio und Anne Mette Iversens Ternion Q Expanded aufgefallen. Das hat zwei Gründe: Zum einen hat die Osnabrücker Agentur Zukunftsmusik das Tingvall Trio für Donnerstag, 22. Oktober in die Botschaft eingeladen – ein Konzert, das wir Euch dringend ans Herz legen! Zum anderen haben wir beim Jazz Festival Osnabrück auf unser Talkformat „Jazz zur Sprache gebracht“ so begeisterte Rückmeldungen bekommen, dass wir es unbedingt fortführen wollen. Wobei der Faktor, dass es uns selbst riesige Freude bereitet hat, keine ganz kleine Rolle spielt… Kurzum: Wir laden Euch herzlich ein zur zweiten Auflage von „Jazz zur Sprache gebracht“ mit unserer Programmchefin Shabnam Parvaresh, dem NDR-Jazzredakteur Stefan Gerdes und NOZ-Kulturredakteur Ralf Döring: Am Donnerstag, 5. November, im Grand Hotel – das an diesem Abend für die Dauer der Veranstaltung rauchfrei sein wird.

    Schließlich bitten wir Euch, den Termin fürs 2. Jazz Festival Osnabrück zu notieren: 11. – 14. März 2027 im Blue Note.

    Bis dahin!

  • Festival-Vorfreude

    Festival-Vorfreude

    Hallo, liebe Jazzfreundinnen und Jazzfreunde,

    am Freitag startet endlich unser Festival, und Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie aufgeregt wir sind und wie sehr wir uns darauf freuen, mit Euch fantastische Konzerte zu erleben. Der positive Nebeneffekt dabei: Wir bringen Menschen, Sie und Euch und uns, zusammen, um gemeinsam Musik zu erleben und sich darüber auszutauschen, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Und das ist doch in diesen Zeiten ein nicht ganz unwichtiger Faktor.

    Dieses Festival soll ein Auftakt sein, oder, um im Jazz-Jargon zu sprechen, der upbeat für unsere Reihe ab Herbst. Denn wir halten Jazz in Osnabrück nicht für eine Randerscheinung ist, sondern ein Genre, das viele Menschen bewegt, räumlich und emotional, und sie zusammenbringt.

    Nominierungen zum Deutschen Jazzpreis

    Wie könnte das auch anders sein. Die Musikabteilung der Universität und die Jazzabteilung des Instituts für Musik der Hochschule, das IfM, locken kontinuierlich junge, begeisterte und begeisternde Musikerinnen und Musiker nach Osnabrück. Das wiederum hat damit zu tun, dass da erstklassige Leute unterrichten. Das zeigt sich zum Beispiel in dem Umstand, dass die Leiterin des Jazzprofils am IfM, Anne Mette Iversen, in der Kategorie Komposition und Arrangement für den Deutschen Jazz Preis nominiert ist, und zwar mit der Komposition „Square Root of a Dream“ aus ihrem aktuellen Album Marbles.

    Eine weitere Nominierung für den Deutschen Jazzpreis zeigt uns, wie richtig wir mit der Kölner Band „Hildelagen – heißen Dank an unsere Programmchefin Shabnam Parvaresh! Die vier Frauen aus Köln sind nominiert in der Kategorie „Live Act des Jahres“ – ein zusätzlicher Grund, sich am Sonntag beim Jazz Festival Osnabrück im Blue Note von den Live-Qualitäten von Hilde zu überzeugen.

    Bis dahin!

  • Spannende Angebote

    Spannende Angebote

    Liebe Jazzfreundinnen und -freunde,

    in unserem Blog wollen wir von Jazz49 den Blick auf das lenken, was sich jazzmäßig in und um Osnabrück tut. Für diesmal haben wir zwei spannende Konzerte im Angebot – und etwas in eigener Sache.

    Zwei mal Shabnam Parvaresh

    In diesem Monat wird unsere Kuratorin Shabam Parvaresh gleich zwei Mal selbst auf der Bühne stehen: Am Donnerstag, 12. Februar, um 20 Uhr, stellt ihr Sheen Trio im Blue Note sein neues Album „Transtory“ vor. Dabei bewegt sie sich im weiten Feld zwischen Jazz, Krautrock, Freejazz, reichert das Ganze mit viel Experiment und Einflüssen aus ihrem Heimatland Iran an. Mit dabei: Schlagzeuger Philipp Buck und Gitarristin Ula Martyn-Ellis.

    Das Sheen Trio: Shabam Parvaresh mit Schlagzeuger Philipp Buck und Gitarristin Ula Martyn-Ellis.
    Das Sheen Trio spielt am 12. Februar im Blue Note

    Zwei Wochen später, am Donnerstag, 26. Februar, um 19.30 Uhr ist sie dann selbst Teil ihrer eigenen Konzertreihe „Klangfenster“. Diese Reihe lotet seit nunmehr drei Jahren in der Galerie „Hase29“ das Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer bildender Kunst und experimenteller, frei improvisierter Musik aus. Auch hier wird Shabnam Teil eines Trios: Mit ihr spielen die Schweizer Akkordeonistin Tizia Zimmermann sowie Tam Thi Pham aus Vietnam an der vietnamesischen Kastenzither Đàn bầu.

    Klaus Pott, Überzeugungstäter in Sachen Jazz

    Nun habe ich in meinem ersten Blog-Beitrag angekündigt, das Jazzleben in Stadt und Region Osnabrück in seiner Vielfalt abzubilden. Und da kommt Klaus Pott ins Spiel.

    Klaus war jahrzehntelang für das Programm des Park Lane Jazz Club verantwortlich. Dieser Verein führte in seinen Konzerten immer wieder vor Ohren, wie modern traditioneller Jazz sein kann und erreichte damit immer ein breites Publikum. Leider hat sich der Verein vor nunmehr drei Jahren von den Osnabrücker Bühnen verabschiedet – was uns bewog, mit Jazz49 die Lücke zu füllen, die der Park Lane Jazz Club hinterlassen hat, wenn auch mit anderer inhaltlicher Ausrichtung.

    Eine Geschichte mit Tradition

    Klaus Pott aber bleibt, wie er sich selbst nennt, „ein Überzeugungstäter in Sachen Jazz“ – wobei er in guter alter Manier vom „Jatz“ spricht. In dieser Funktion hat er den Vorsitzenden der Jazz Initiative Osnabrück, Frank Otte, unsere Programmchefin Shabnam Parvaresh, und mich unlängst fürs OSRadio 104,8 interviewt – dazu später mehr.

    Für jetzt möchte ich die „Kleine Geschichte der Osnabrücker Jazz-Clubs und -Lokale“ empfehlen, die Klaus akribisch recherchiert und mit Liebe zum Detail aufgeschrieben hat. Er beschreibt darin, wie seit den 1950-er Jahren der Jazz das Leben in Osnabrück geprägt hat. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Jazz seit jeher Ausdruck von Revolte und Rebellion ist, von Aufbruch und Jugend. Lange, bevor Punk und Indie im Ostbunker Einzug gehalten haben, war der Jazz im Hochbunker an der Redlinger Straße zuhause.

    Kleine Geschichte der Osnabrücker Jazz-Clubs und -Lokale

    So nimmt Klaus seine Leser an die Hand, führt sie vom Jazzkeller im Bunker zum CVJM-Heim am Ledenhof, ins Haus der Jugend, in die Blumenhalle, ins Union-Stübchen am Arndtplatz, wo niemand geringeres als Posaunist Albert Mangelsdorff aufgetreten ist, und schließlich ins Blue Note und ins Lutherhaus, sprich: in die Gegenwart.

    Dabei hat Klaus präzise die Atmosphäre eingefangen, die der Jazz so schön geprägt hat, und glaubt mir: Zu Solochorussen und Blue Notes wurde ordentlich gefeiert! Er stellt uns die maßgeblichen Protagonisten der Osnabrücker Jazz-Geschichte vor, und er liefert gleichsam einen soziologischen Abriss über dieses spannende Segment des Osnabrücker Kulturlebens, in dem sich der Humus gebildet hat, in dem auch unsere Initiative Jazz49 wurzelt.

    Jazz49 bei OSRadio 104,8: Gastgeber Klaus Pott, Shabnam Parvaresh, Ralf Döring und Frank Otte.
    Jazz49 bei OSRadio 104,8: Gastgeber Klaus Pott, Shabnam Parvaresh, Ralf Döring und Frank Otte.

    Damit komme ich abschließend zu einem Hörtipp: Wie schon erwähnt, hat Klaus uns als Moderator für OSRadio 104,8 die Gelegenheit gegeben, unseren Verein und unser Festival vorzustellen. Dort steht das Interview als 25-Minuten-Podcast zum Nachhören bereit – einfach hier klicken.

    Auf bald
    Ralf